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Alkohol

Die meisten Kinder und Jugendlichen haben Erfahrung mit Alkohol und anderen Drogen, die sie einfach nur ausprobieren, oder damit weitermachen, ohne große Probleme zu haben. Einige konsumieren regelmäßig Drogen oder Alkohol mit unterschiedlich starken körperlichen, emotionalen oder sozialen Folgen.

Einige entwickeln eine Abhängigkeit mit negativen Folgen für sich selbst und das Umfeld. Kinder und Jugendliche gewöhnen sich schneller an den Umgang mit Suchtstoffen.

Nikotin, Alkohol und andere Drogen lösen eine Veränderung der Vernetzung von Gehirnzellen aus, die eine dauerhafte Suchtgefährdung bewirken kann.

Der Einstieg in die Sucht beginnt meist mit den legalen Drogen Alkohol und Nikotin. Seit 2000 hat sich die Zahl der Jugendlichen bis 20 Jahren, die mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden mussten mehr als verdoppelt. Diejenigen, die trinken, trinken immer extremer. Der Einstieg in den Alkoholkonsum findet immer früher statt. Heute macht die Hälfte aller 12-Jährigen bereits erste Erfahrungen mit Alkohol.

Aber auch Erwachsene neigen, ausgelöst durch meist äußere Einflüsse wie Stress oder auch Gesellschaft dazu, sich selbst und den vermehrten Konsum falsch einzuschätzen und einer Abhängikeit zu verfallen.

Cannabis-Produkte wie Haschisch und Marihuana sind für viele Jugendliche die ersten illegalen Drogen. Die meisten konsumieren ihre früheren Drogen weiter, wenn sie neue ausprobieren. Einige "wachsen heraus" aus dem Alkohol- oder Drogenkonsum, andere nicht. Da man aber nicht vorhersagen kann, auf wen das zutrifft, sollte jeder Konsum als gefährlich betrachtet werden.

Konsumiert jemand regelmäßig Alkohol, Cannabis oder andere Drogen, sollte frühzeitig eine Drogenberatungsstelle oder ein Facharzt für Psychiatrie aufgesucht werden.